Der Saphir


Saphir

Der Blaue

Seiner blauen Farbe verdankt der Saphir seinen Namen, der aus dem griechischen Wort „Sappheiros“ und übersetzt „blau“ bedeutet. Seit der Antike ist der Saphir einer der wertvollsten Edelsteine. Der älteste Fundort von blauen Saphiren ist in Sri Lanka. Im 10. Jahrhundert v. Chr. soll König Salomo mit Saphiren aus Sri Lanka um die Gunst der Königin von Saba geworben haben. Der bisher größte Saphir „Stern von Adam“ wiegt 1404 Karat und wurde in Sri Lanka entdeckt. Sein Wert liegt bei etwa 90 Millionen Euro. 1 Karat (ct) entspricht 0,2 Gramm, um das Verhältnis zu verdeutlichen.


Mineral/Kristall
  • Mineralgruppe: Korund
  • Mineralklasse: Oxide und Hydroxide
  • Kristallstruktur: Die Trigonale (dreieckige) Kristallstruktur zeigt sich überwiegend doppelseitig zugespitzt, tonnenförmig, pyramidal und prismatisch.
  • Vorkommen: In magmatischen Gesteinen oder in Flusssedimenten.
Besondere Merkmale
  • Hohe chemische Beständigkeit; sind in Säuren nicht löslich
  • Hohe Temperaturbeständigkeit; schmelzen erst bei einer Temperatur von 2050° C.
  • Hartes Mineral
  • Mohshärte 9 von 10
Anwendungsgebiete
  • Findet aufgrund seiner Merkmale ein breites Anwendungsgebiet
  • Ein wichtiges Industrieminerale z.B. in wissenschaftliche Instrumente für die Raumfahrt
  • Sehr geschätzter Schmuckstein
Bedeutende Fundorte
Wirtschaftlich bedeutende Fundorte liegen in indischen Kaschmir, im US-Bundesstaat Montana und in Sri Lanka. Teuerste Qualitäten stammen aus Burma und Sri Lanka.
Wertentwicklung 2005 bis 2022

Varianz der Preise unter Berücksichtigung der Qualitäten (Hoch, Tief). Die nominelle Differenz beider Qualitäten ist viel gravierender siehe "Wertentwicklung Länderspezifisch".


Die durchschnittliche Wertsteigerung beträgt 170 Prozent.


Preisänderungen in Prozent:
Blau = bei hoher Qualität
Grau = Durchschnittlich
Schwarz = bei geringer Qualität


Y-Achse = Preisentwicklung in Prozent; X-Achse = Jahre
Quelle: Gemval, Marktbeobachtung, eigene Quellen

Wertentwicklung Länderspezifisch

Bei Farbedelsteinen wird nicht auf Streuung gesetzt z. B. sollten 100.000 € nicht auf 20 x 5.000 € unterschiedliche Steine verteilt werden, sondern eher für 100.000 € einen Investmentstein. Je seltener ein Stein ist, desto teurer ist er (Carat = 0,2 g).


Wertentwicklung Länderspezifisch
Saphir

4C-Wertkriterien


Saphir

Color/Farbe
Durch Spuren von Chrom, Eisen und Titan erhält der Saphir seine leuchtend dunkel- bis hellblaue Farbe; von violett über kornblumenblau bis hin zu tintenfarbig und schwarzblau. Am häufigsten wird der Saphir in den unterschiedlichsten Blautönen gefunden, daher wird der Saphir auch ohne den Zusatz „blau“ bezeichnet. Andere Farbvarianten müssen mit dem Zusatz der Farbe gekennzeichnet werden z. B. gelber, lila, grüner, oranger oder violetter Saphir. Die wichtigsten Kriterien für seinen Wert sind ein intensives Blau ohne Graustich und der Lichteinfall. Je kräftiger die Farbe und je besser der Lichteinfall, desto wertvoller und teurer ist der Saphire. Die aus Kaschmir/Pakistan stammenden Saphire haben die seltenste und wertvollste Farbgebung; ein strahlendes Kornblumenblau.

Saphir
Clarity/Reinheit
Im Glasglanz strahlend kann die Transparenz des Saphirs durchsichtig bis undurchsichtig sein. Die Reinheit, also ein möglichst durchsichtiger Saphir, indem das bloße Auge keine Einschlüsse wahrnimmt, ist bei Saphiren ein ausschlaggebender Faktor für den Wert und demzufolge am begehrtesten und teuersten. Einschlüsse von Gasen, Flüssigkeiten und anderen Mineralien verringern den Wert erheblich, aber feine Seide im Stein kann den Wert von gewissen Saphiren auch erhöhen.

Saphir
Carat/Karat
Karat gibt das Gewicht eines Edelsteins an. 1 Karat (ct) entspricht 0,2 Gramm. Grundsätzlich gilt: Je höher das Karatgewicht, umso wertvoller der Saphir. Hingegen Saphire mit höherer Reinheit, tieferer Farbe und besserem Schliff bei geringerem Karat wertvoller sind. Gute Qualitäten sind schon ab 1 Karat erhältlich. Durch ihre Seltenheit liegt der Preissprung bei 5 Karat.

Saphir
Cut/Schliff
Der Saphir bringt seine Schönheit und die unterschiedlichen Farbspektren bei verschiedenen Betrachtungswinkeln am besten durch den Facettenschliff hervor.